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Informationen zu ADHS

In den letzten 30 Jahren wurden zumeist Erziehungsfehler, Elternproblematik, Vernachlässigung, Bindungsstörungen und frühkindliche Traumata für die Ursache von ADHS gehalten und die Störung grundsätzlich als soziales und pädagogisches Problem angesehen. Aus der nun möglichen genetischen Forschung kristallisiert sich jedoch zunehmend ein biologisches Bild als Ursache heraus, bei dem die Ursache in einer genetisch bedingten Stoffwechselstörung wiederholt nachgewiesen wird.

 

Die sozialen Auswirkungen einer ADS/ADHS verursachen häufig in den Familien das größte Leid. Kritik wird an den Betroffenen in der Regel als ungerechtfertigt empfunden, da das Fehlverhalten nicht mit böswilliger Absicht geplant war – und schon dreht sich die Spirale der Kränkungen. Oft geht das Umfeld (in der Regel aus Unwissenheit) bei den betroffenen Kindern von vorsätzlicher Provokation, widerspenstigem Verhalten oder Faulheit aus. Bei den Eltern wird dabei häufig Vernachlässigung, Desinteresse am Wohl des Kindes und Unfähigkeit in Erziehungsfragen unterstellt.


Die Betroffenen selbst möchten gern wie andere sein, können es aber nicht, ohne zu wissen, warum dies so ist. Daher fühlen sie sich als Außenseiter, minderwertig und ungeliebt. Folgewirkungen sind mögliche Ängste, Depressionen, Zwangshandlungen, Destruktivität, Wutanfälle aus geringfügigem Anlass, Lügen, schulische Leistungen unter dem tatsächlichen Niveau der intellektuellen Fähigkeiten, Klassenkasper-/Opferrolle, sozialer Rückzug. Auf Grund des Unverständnisses im Umfeld folgt häufig die soziale Isolation.